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Hypotheken: Die Rückkehr des Bodenständigen

Hypotheken: Die Rückkehr des Bodenständigen

Nicht jede Kapitalmarktphase belohnt dieselben Eigenschaften. Nach Jahren, in denen Investoren immer neue Renditequellen erschliessen mussten, gewinnen derzeit Tugenden an Bedeutung, die lange als wenig spektakulär galten: Transparenz, planbare Cashflows und einfach nachvollziehbare Risiken. Genau deshalb könnten kollektive Hypothekenanlagen für Pensionskassen wieder verstärkt in den Fokus rücken.

Das Ende der Renditejagd? 

Über Jahre hinweg standen viele Vorsorgeeinrichtungen unter Druck. Traditionelle Obligationenanlagen lieferten kaum noch laufende Erträge und die Suche nach Ersatz-Renditen führte zahlreiche Investoren in immer spezialisiertere Segmente der Private Markets. Diese Entwicklung war nachvollziehbar. Das Umfeld der Negativzinsen zwang viele Anleger dazu, neue Wege zu beschreiten. Von einem Ende der Renditejagd zu sprechen, wäre heute allerdings verfrüht. Die Herausforderungen institutioneller Anleger sind nicht verschwunden. Dennoch scheint sich der Fokus zu verschieben. Neben der Rendite selbst rücken wieder Fragen nach der Qualität der Erträge, der Transparenz der Risiken und der Verlässlichkeit der Cashflows in den Vordergrund. Denn es lassen sich wieder Erträge erzielen, ohne entlang der Risikoskala zwangsläufig immer weiter nach oben zu wandern. 

Weniger Spektakel, mehr Substanz 

In Unterhaltungen mit Vorsorgeeinrichtungen nehme ich deshalb eine interessante Entwicklung wahr. Komplexität wird nicht automatisch mit Mehrwert verbunden. Vielmehr wächst die Wertschätzung für Anlagen, deren Risiko- und Ertragsprofil nachvollziehbar bleibt und deren Ertragstreiber sich einfach verständlich erklären lassen. Gerade Anlagestiftungen können dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie ermöglichen vielen Pensionskassen Zugang zu Anlagekategorien, die allein oft nur schwer oder mit erheblichem Aufwand umsetzbar wären. Gefragt sind Lösungen, die nicht durch Komplexität überzeugen, sondern durch Stabilität, Transparenz und einen klar erkennbaren Nutzen für das Gesamtportfolio.

Die stille Stärke kollektiver Hypothekenanlagen 

Kollektive Hypothekenanlagen passen genau in dieses Bild. Sie basieren auf einem Geschäft, das allgemein verständlich ist: der Finanzierung von Immobilien. Die zugrunde liegenden Sicherheiten sind real, die Cashflows vergleichsweise gut prognostizierbar und die Risiken transparent. Natürlich sind auch Hypotheken nicht risikolos. Immobilienmärkte unterliegen Zyklen und Bewertungen können sich verändern. Dennoch unterscheidet sich die Risikostruktur wesentlich von Anlageformen, deren Erfolg stark von künftigen Wachstumsannahmen oder komplexen Marktmechanismen abhängt. Für langfristig orientierte Investoren wie Pensionskassen kann dies gerade im aktuellen Umfeld attraktiv sein.

Nicht jede Rendite muss aufregend sein 

An den Finanzmärkten entsteht bisweilen der Eindruck, interessante Anlagen müssten zwangsläufig innovativ, komplex oder besonders exklusiv sein. Vielleicht ist derzeit eher das Gegenteil der Fall. Kollektive Hypothekenanlagen versprechen keine spektakulären Geschichten. Sie bieten aber etwas, das vielerorts wieder stärker geschätzt wird: einen direkten Bezug zur Realwirtschaft. Gerade für Pensionskassen könnte das ein Grund sein, dem Bodenständigen wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken. 

Fazit 

Die Herausforderungen für Pensionskassen sind nicht kleiner geworden. Umso wichtiger ist die Frage, welche Risiken sie eingehen sollen und welche Entschädigung sie für diese erhalten. Manchmal entstehen die interessantesten Anlagethemen nicht dort, wo am lautesten darüber gesprochen wird. Sondern dort, wo Stabilität, Transparenz und Verlässlichkeit wieder einen eigenen Wert erhalten. Vielleicht ist genau das die Rückkehr des Bodenständigen.  

Dieser Beitrag basiert auf der Kolumne «Anlage Aktuell» von Peter Bezak, erschienen in «AWP Soziale Sicherheit», Ausgabe 19/2026 vom 28.10.2026. 

Alle Angaben in diesem Beitrag sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt worden. Die Zurich Invest AG und die Zürich Anlagestiftung übernehmen keine Verantwortung hinsichtlich deren Richtigkeit und Vollständigkeit und lehnen jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Angaben ergeben. Die in diesem Beitrag geäusserten Meinungen sind diejenigen der Zurich Invest AG und der Zürich Anlagestiftung zum Zeitpunkt der Erstellung und können sich jederzeit und ohne Mitteilung ändern. Dieser Beitrag dient reinen Informationszwecken und ist ausschliesslich für die Empfängerin resp. den Empfänger bestimmt. Dieser Beitrag stellt weder eine Aufforderung noch eine Einladung zur Offertenstellung, zum Vertragsabschluss oder zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar und ersetzt weder eine ausführliche Beratung noch eine steuerrechtliche Überprüfung. Eine Kaufentscheidung ist aufgrund der Statuten, des Reglements und der Anlagerichtlinien sowie des jeweils aktuellen Jahresberichts der Zürich Anlagestiftung zu treffen. Dieser Beitrag darf ohne schriftliche Genehmigung der Zürich Anlagestiftung oder der Zurich Invest AG weder vollständig noch auszugsweise vervielfältigt werden. Es richtet sich ausdrücklich nicht an Personen, deren Nationalität oder Wohnsitz den Zugang zu solchen Informationen aufgrund der geltenden Gesetzgebung verbietet. Mit jeder Anlage sind Risiken, insbesondere diejenigen von Wert- und Ertragsschwankungen, verbunden. Bei Fremdwährungen besteht zusätzlich das Risiko, dass die Fremdwährung gegenüber der Referenzwährung des Anlegers an Wert verliert. Die historische Performance stellt keinen Indikator für die laufende oder zukünftige Performance dar. Die Performancedaten lassen die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile allenfalls erhobenen Kommissionen und Kosten unberücksichtigt. Herausgeberin und Verwalterin der Anlagegruppen ist die Zürich Anlagestiftung, Hagenholzstrasse 60, 8050 Zürich. Depotbank ist die State Street Bank International GmbH, München, Zweigniederlassung Zürich. Geschäftsführerin der Zürich Anlagestiftung ist die Zurich Invest AG, Hagenholzstrasse 60, 8050 Zürich. Statuten, Reglement und Anlagerichtlinien sowie der aktuelle Jahresbericht bzw. die Factsheets können bei der Zürich Anlagestiftung kostenlos bezogen werden. Ebenso sind sie unter www.zurich-anlagestiftung.ch einsehbar. Als Anleger der Zürich Anlagestiftung sind nur die in der Schweiz domizilierten, steuerbefreiten Vorsorgeeinrichtungen zugelassen.

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