Anlage Infrastruktur

Neue Chancen in der Anlageklasse Infrastruktur

Von Datencentern bis Abfallstrom: Infrastrukturinvestments sind vielfältig wie nie. Das Unternehmen Viridor Energy zum Beispiel nutzt Abfall als Ressource für umweltfreundliche Energie.
Die Anlageklasse Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Während früher vor allem klassische Sektoren wie Flughäfen, Strassen und Energie- und Wasserversorger im Fokus standen, ist das Spektrum heute viel breiter. Neue Investitionsthemen wie Digitalisierung (Datencenter, 5G, Glasfasernetze), erneuerbare Energien, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Smart-Metering gewinnen stetig an Bedeutung. Infrastruktur ist heute kein homogener Markt mehr. Die Vielfalt an Sektoren und Chancen ist enorm.

Einblick in die Praxis: Viridor Energy – Abfall wird zu Strom

Die Schweiz gilt als Vorbild im Umgang mit Abfall. Über die Hälfte des Siedlungsabfalls wird recycelt, der Rest in modernen Kehrichtverbrennungsanlagen energetisch verwertet, und zwar nach dem Prinzip EfW – Energy from Waste. Seit 2000 ist die Deponierung von unbehandeltem Abfall gesetzlich verboten. So werden Ressourcen und Energie nachhaltig genutzt.

In Grossbritannien und Nordirland sieht die Lage anders aus. Trotz politischer Ziele und steigenden Umweltbewusstseins landen jährlich noch rund 10 Millionen Tonnen Abfall auf Deponien. Die notwendige Infrastruktur für Recycling und energetische Verwertung ist vielerorts noch unzureichend, wodurch hohe Treibhausgasemissionen entstehen.

Hier kommt Viridor Energy ins Spiel, ein Investment, das Zurich Invest im Rahmen eines Co-Investitions-Programms der Zürich Anlagestiftung seit 2022 begleitet. Viridor Energy betreibt aktuell zwölf voll operative EfW-Anlagen, verarbeitet pro Jahr etwa 3,5 Millionen Tonnen Abfall (rund 22 Prozent des britischen Marktes) und erzeugt daraus über 2’100 GWh Strom, genug, um das Äquivalent von 778’000 Haushalten zu versorgen. Die Erlöse stammen einerseits aus langfristigen Verträgen für die Abfallannahme und andererseits aus dem Verkauf der erzeugten Elektrizität. Ein Grossteil der Verträge ist inflationsindexiert und wurde mit kreditwürdigen Partnern abgeschlossen.

Was macht das Investment attraktiv?

  • Essenzielle Dienstleistung und führende Marktposition: Abfallentsorgung ist eine systemrelevante Dienstleistung. Die Errichtung und der Betrieb moderner Anlagen erfordern erhebliche Investitionen und umfangreiche Genehmigungsprozesse. Das sorgt für langfristige Stabilität und Planbarkeit am Markt.
  • Neue und langlebige Assets: Die Anlagen sind im Schnitt erst fünf Jahre alt und haben eine erwartete Lebensdauer von über 50 Jahren – das ermöglicht stabile, langfristige Erträge.
  • Stabile und planbare Cashflows: Rund 82 Prozent der Einnahmen sind durch Verträge mit durchschnittlich 15 Jahren Restlaufzeit abgesichert, was die Volatilität reduziert.
  • Inflationsschutz: Die meisten Vertragsvolumina sind an Preisindizes gekoppelt. Das schützt die Erträge in inflationsstarken Zeiten.
  • Kreditwürdige Gegenparteien: Überwiegend öffentliche Einrichtungen und grosse Unternehmen als Vertragspartner minimieren das Ausfallrisiko.
  • Skaleneffekte und Diversifikation: Viridor profitiert von Grössenvorteilen und Risikostreuung über zwölf Anlagen an verschiedenen Standorten.
  • Regulatorische Unterstützung und ESG-Fokus: Massnahmen wie die britische «Landfill Tax» und CO₂-Reduktionsziele fördern das Geschäftsmodell. Viridor investiert zudem in Effizienzsteigerung, CO₂-Abscheidung (CCS) sowie Kreislaufwirtschaft und will bis 2040 klimaneutral werden.

Diversifikation als Schlüssel zum Erfolg

Wenngleich ein einzelnes Infrastrukturinvestment höchst attraktiv erscheint, ist die richtige Portfoliokonstruktion entscheidend. Denn im Bereich Infrastruktur gilt, dass eine breite Diversifikation über Sektoren und Länder vor politischen und regulatorischen Veränderungen schützt. Auch die Asset Manager sollte man sorgfältig diversifizieren. Denn die Anlagen sind illiquide und eine getätigte Kapitalzusage lässt sich kaum mehr zurückziehen. Schliesslich sollten die einzelnen Investments aufeinander abgestimmt werden und nicht zu hohe Konzentrationsrisiken aufweisen.

Co-Investment-Ansatz: flexibel, diversifiziert, effizient

Mit einem Co-Investment-Ansatz können Investments in Bezug auf Länder und Sektoren dort ausgewählt werden, wo sie aktuell am attraktivsten sind. Auch lassen sie sich optimal aufeinander abstimmen. Zudem können für die individuellen Anlagen diejenigen Manager gewählt werden, die in der entsprechenden Region und im entsprechenden Sektor die beste Erfahrung und Expertise aufweisen. Im Gegensatz zu einem Fund-of-Fund-Ansatz mit zwei Gebührenebenen bieten Co-Investitionen auch eine Managerdiversifikation, aber sind oft kostenlos. Der Co-Investitions-Ansatz kombiniert somit eine optimale Portfoliokonstruktion mit hoher Kosteneffizienz. Auch die Zurich Invest AG nutzt diesen Ansatz seit 2013 erfolgreich.

Alle Angaben in diesem Beitrag sind mit Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt worden. Die Zurich Invest AG und die Zürich Anlagestiftung übernehmen keine Verantwortung hinsichtlich deren Richtigkeit und Vollständigkeit und lehnen jede Haftung für Verluste ab, die sich aus der Verwendung dieser Angaben ergeben. Die in diesem Beitrag geäusserten Meinungen sind diejenigen der Zurich Invest AG und der Zürich Anlagestiftung zum Zeitpunkt der Erstellung und können sich jederzeit und ohne Mitteilung ändern. Dieser Beitrag dient reinen Informationszwecken und ist ausschliesslich für die Empfängerin resp. den Empfänger bestimmt. Dieser Beitrag stellt weder eine Aufforderung noch eine Einladung zur Offertenstellung, zum Vertragsabschluss oder zum Kauf oder Verkauf von Anlageinstrumenten dar und ersetzt weder eine ausführliche Beratung noch eine steuerrechtliche Überprüfung. Eine Kaufentscheidung ist aufgrund der Statuten, des Reglements und der Anlagerichtlinien sowie des jeweils aktuellen Jahresberichts der Zürich Anlagestiftung zu treffen. Dieser Beitrag darf ohne schriftliche Genehmigung der Zürich Anlagestiftung oder der Zurich Invest AG weder vollständig noch auszugsweise vervielfältigt werden. Es richtet sich ausdrücklich nicht an Personen, deren Nationalität oder Wohnsitz den Zugang zu solchen Informationen aufgrund der geltenden Gesetzgebung verbietet. Mit jeder Anlage sind Risiken, insbesondere diejenigen von Wert- und Ertragsschwankungen, verbunden. Bei Fremdwährungen besteht zusätzlich das Risiko, dass die Fremdwährung gegenüber der Referenzwährung des Anlegers an Wert verliert. Die historische Performance stellt keinen Indikator für die laufende oder zukünftige Performance dar. Die Performancedaten lassen die bei der Ausgabe und Rücknahme der Anteile allenfalls erhobenen Kommissionen und Kosten unberücksichtigt. Herausgeberin und Verwalterin der Anlagegruppen ist die Zürich Anlagestiftung, Hagenholzstrasse 60, 8050 Zürich. Depotbank ist die State Street Bank International GmbH, München, Zweigniederlassung Zürich. Geschäftsführerin der Zürich Anlagestiftung ist die Zurich Invest AG, Hagenholzstrasse 60, 8050 Zürich. Statuten, Reglement und Anlagerichtlinien sowie der aktuelle Jahresbericht bzw. die Factsheets können bei der Zürich Anlagestiftung kostenlos bezogen werden. Ebenso sind sie unter www.zurich-anlagestiftung.ch einsehbar. Als Anleger der Zürich Anlagestiftung sind nur die in der Schweiz domizilierten, steuerbefreiten Vorsorgeeinrichtungen zugelassen.

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